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So berechnen Sie die Engagement-Rate jedes creators auf jeder Social-Media-Plattform

Die Followerzahl verrät Ihnen, wie viele Menschen einen Button geklickt haben. Die Engagement-Rate zeigt Ihnen, wie viele von ihnen tatsächlich aufmerksam sind.

Bevor Sie Budget für eine Partnerschaft mit einem creator einplanen, ist die Engagement-Rate die Kennzahl, die Sie verstehen müssen – plattformspezifisch, im Kontext und im Vergleich zu Creatorn ähnlicher Größe. Eine Engagement-Rate von 2 % bedeutet auf YouTube etwas völlig anderes als auf TikTok. Ein Nano-Influencer mit 6 % und ein Macro-creator mit 6 % erzählen eine ganz andere Geschichte.

Dieser Leitfaden liefert Ihnen die Formeln für alle wichtigen Plattformen, Benchmark-Tabellen zur Einordnung der Zahlen, drei Methoden zur Überprüfung der Engagement-Rate eines creators sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit den Analysetools von Favikon V3. So müssen Sie nie mehr raten, ob das Engagement eines creators stark, durchschnittlich oder ein Warnsignal ist.

 

1. Warum die Engagement-Rate Ihre wichtigste Kennzahl bei der Prüfung von Creatorn ist

Influencer-Marketing-Kampagnen scheitern aus vielen Gründen, doch der häufigste und vermeidbarste ist die Zusammenarbeit mit einem creator, dessen Publikum nicht auf die Inhalte reagiert. Die Engagement-Rate ist der direkteste Indikator für diese Resonanz.

Hohe Followerzahlen können gekauft, durch vergangene virale Momente aufgebläht oder über Jahre hinweg bei sinkender Relevanz angesammelt worden sein. Hohe Engagement-Raten sind deutlich schwerer dauerhaft vorzutäuschen – und wenn sie echt sind, zeigen sie ein Publikum, das dem creator vertraut und auf dessen Empfehlungen reagiert.

Was die Engagement-Rate tatsächlich misst

Die Engagement-Rate misst den Prozentsatz des Publikums, das aktiv mit den Inhalten eines creators interagiert – durch Likes, Kommentare, Shares, Saves oder andere plattformspezifische Aktionen. Sie wird pro Beitrag berechnet und üblicherweise über die letzten Inhalte (10–20 Beiträge) gemittelt, um Ausreißer auszugleichen.

Aus Sicht der Kampagnenplanung sagt die Engagement-Rate zwei Dinge voraus: Reichweitenqualität (sehen Follower den Inhalt?) und Einflusstiefe (handeln sie danach?). Beides wirkt sich direkt auf das Conversion-Potenzial jeder gesponserten Platzierung aus.

 

📊 Wichtige Fakten zur Engagement-Rate

 

 

2. Die universelle Formel für die Engagement-Rate

Jede Plattform verwendet eine Variante derselben zugrunde liegenden Formel. Die Kernberechnung lautet:

 

Standardformel für die Engagement-Rate

 

Für ein genaueres Bild sollten Sie die ER immer über 10–20 aktuelle Beiträge berechnen und den Durchschnitt bilden. Berechnungen für einzelne Beiträge werden leicht durch einen viralen Ausreißer oder einen Beitrag mit schlechter Performance verzerrt.

ER nach Reichweite vs. ER nach Followern – was ist zu verwenden?

Es gibt zwei gängige Varianten der Formel für die Engagement-Rate. Welche Sie verwenden, hängt davon ab, welchen Zugriff Sie auf die Daten des creators haben:

 

ER nach Followern (externe Ansicht – am gebräuchlichsten)

 

ER nach Reichweite (interne Ansicht – präziser)

 

Für das Vetting von creator – wenn Sie Konten bewerten, die Sie nicht selbst verwalten – ER nach Followern ist der Standard. Dies ist der Wert, den Favikon V3 ausgibt, auf dem Benchmark-Daten basieren und der es Ihnen ermöglicht, creator auf Augenhöhe zu vergleichen.

 

3. Plattformspezifische Formeln und Benchmarks

Jede Plattform wertet unterschiedliche Aktionen als Engagement. Hier erfahren Sie, was für die jeweilige Plattform in den Zähler einfließt, zusammen mit realistischen Benchmark-Erwartungen pro creator-Stufe basierend auf den Favikon-Daten von 2025.

 

📸  Instagram

Gezählte Engagements: Likes + Kommentare + Shares + Saves (Feed-Posts). Tracken Sie Reels und Stories separat – sie spiegeln unterschiedliche Nutzerverhalten wider.

Benchmarks (nach Stufe): Nano (0–10K): 3,4%+ ist das oberste Quartil. Micro (10K–100K): 2–3% ist stark. Macro (100K–1M): 1–2%. Mega (1M+): unter 1% ist üblich.

In Favikon V3: Die ER wird auf jedem creator-Profil angezeigt. Das Trenddiagramm zeigt die Entwicklung über 30 und 90 Tage. Filtern Sie nach Beitragstyp (Reel vs. statisch), um die Performance spezifischer Formate zu sehen.

 

🎵  TikTok

Gezählte Interaktionen: Likes + Kommentare + Shares. Hinweis: Da der Algorithmus der „Für dich“-Seite von TikTok die Reichweite pro Video extrem schwanken lässt, sollten Sie Durchschnittswerte von 15–20 Beiträgen heranziehen, nicht nur 3–5.

Benchmarks (nach Größe): Nano (0–10K): 8–12 % sind erreichbar. Micro (10K–100K): 5–8 % sind ein starker Wert. Macro: 2–4 %. Mega: 1–2 %. TikTok weist die größte Streuung aller Plattformen auf.

In Favikon V3: Favikon V3 berechnet die TikTok-Engagement-Rate auf Basis der Followerzahl (nicht der Aufrufe), um virale Ausreißer zu normalisieren. Das Profil zeigt sowohl die durchschnittliche Engagement-Rate als auch die Rate pro Video an.

 

▶️  YouTube

Gezählte Interaktionen: Likes + Kommentare + Shares (pro Video). Die Wiedergabedauer ist ebenfalls entscheidend, fließt jedoch nicht in die Standardformel für die Engagement-Rate ein.

Benchmarks (nach Größe): 2–3 % gelten auf YouTube als stark, da Long-Form-Content weniger schnelle Reaktionen hervorruft. Werte unter 1 % bei mittelgroßen Creatorn sind oft ein Anzeichen für passives Zuschauerverhalten statt für eine loyale Community.

In Favikon V3: Die YouTube-Engagement-Rate in Favikon V3 basiert auf Videodaten, die über aktuelle Uploads gemittelt werden. Das Dashboard zeigt zudem das Verhältnis von Aufrufen zu Abonnentenzahl an, was als nützlicher sekundärer Indikator dient.

 

💼  LinkedIn

Interaktionen gezählt: Likes + Kommentare + Shares + Reaktionen (alle Reaktionstypen zählen gleich). Der professionelle Kontext von LinkedIn macht Kommentare besonders wertvoll – sie haben ein überproportionales Gewicht.

Benchmarks (nach Stufe): 2–5 % sind angesichts des professionellen, diskussionsorientierten Umfelds von LinkedIn ein starker Wert. Ein Verhältnis von Kommentaren zu Likes von über 1:10 deutet auf ein wirklich engagiertes Fachpublikum hin.

In Favikon V3: Die LinkedIn-Engagement-Rate ist eine der Kernkennzahlen von Favikon V3 für die Bewertung von B2B-creator. Die Plattform zeigt sowohl die Engagement-Rate basierend auf Followern als auch auf Impressionen an, sofern verfügbar.

 

X (Twitter)

Interaktionen gezählt: Likes + Retweets + Antworten + Zitat-Tweets. Retweets und Zitat-Tweets haben einen höheren nachgelagerten Wert als Likes.

Benchmarks (nach Stufe): 0,5–1 % ist auf X ein Durchschnittswert; 1,5 % und mehr gelten als stark. Da creator auf X eine höhere Beitragsfrequenz haben, ist die Engagement-Rate im Vergleich zu Instagram oder TikTok tendenziell niedriger.

In Favikon V3: X wird in Favikon V3 für creator mit einer verifizierten professionellen Präsenz erfasst. Die Engagement-Rate wird über aktuelle Beiträge gemittelt, um den auf dieser Plattform üblichen hochfrequenten Posting-Mustern Rechnung zu tragen.

 

 

4. Benchmarks der Engagement-Rate nach Plattform und creator-Stufe

Verwenden Sie diese Referenztabelle, um zu beurteilen, ob die Engagement-Rate eines creator exzellent, durchschnittlich oder bedenklich ist. Diese Benchmarks basieren auf Favikons Benchmark-Bericht zur Engagement-Rate 2025, das über 6 Millionen creator-Profile auf allen wichtigen Plattformen analysiert hat.

⚠️  Wichtiger Hinweis: Vergleichen Sie niemals die Engagement-Rate (ER) verschiedener creator-Klassen. Ein Mega-Influencer mit 0,8 % erzielt genau das erwartete Ergebnis. Bei einem Mikro-Influencer deutet ein Wert von 0,8 % hingegen auf ein ernsthaftes Engagement-Problem hin. Vergleichen Sie Werte daher immer nur innerhalb derselben Kategorie.

 

5. Drei Wege zur Überprüfung der Engagement-Rate eines creators

Je nach Zugriffsebene und Anzahl der zu bewertenden creator gibt es drei praktische Methoden, um Daten zur Engagement-Rate zu erhalten. Hier erfahren Sie, wie diese funktionieren und wann sie am besten eingesetzt werden.

Methode 1: Favikon V3 Analytics — Am schnellsten und präzisesten

Favikon V3 berechnet und zeigt die Engagement-Rate für jeden creator in seiner Datenbank automatisch an – über Instagram, TikTok, YouTube, LinkedIn und X hinweg. Kein manuelles Zählen, keine Formeleingabe erforderlich.

Auf jedem creator-Profil in der Favikon-Plattform sehen Sie:

•       Die durchschnittliche Engagement-Rate der letzten Beiträge, dargestellt als Prozentsatz

•       Ein Quartils-Ranking (Top 25 %, Top 50 % usw.) im Vergleich zu creatorn gleicher Größe auf derselben Plattform – damit Sie nicht nur den Wert kennen, sondern auch dessen Einordnung

•       Eine 30- und 90-Tage-Trendlinie, die zeigt, ob die ER wächst, sinkt oder stabil bleibt

•       Authentizitäts-Score zusätzlich zur ER, um durch Bots oder Engagement-Pods künstlich aufgeblähte Interaktionen zu kennzeichnen

•       Aufschlüsselung der ER pro Beitrag für die aktuellsten Inhalte, damit Sie Ausreißer sofort erkennen können

Die Favikon Chrome-Erweiterung zeigt die Engagement-Rate sofort auf der Social-Media-Profilseite jedes creators an – ohne dass das Favikon-Dashboard geöffnet werden muss. Das ist besonders praktisch für schnelle Überprüfungen beim manuellen Browsen.

 

Prüfen Sie die Engagement-Rate jedes creators in Sekundenschnelle

 

Methode 2: Manuelle Berechnung – kostenlos, aber zeitaufwendig

Bei öffentlichen Profilen können Sie die Engagement-Rate manuell mithilfe der Formel aus Abschnitt 2 berechnen.

Der praktische Ablauf:

1.    Öffnen Sie das Profil des creators und notieren Sie die Gesamtzahl der Follower

2.    Wählen Sie 10–20 aktuelle Beiträge aus, die keine offensichtlichen viralen Ausreißer sind

3.    Addieren Sie für jeden Beitrag alle Interaktionen (Likes + Kommentare + Shares + Saves, je nach Plattform)

4.    Teilen Sie die Gesamtzahl der Interaktionen pro Beitrag durch die Followerzahl und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100, um die ER pro Beitrag zu erhalten

5.    Bilden Sie den Durchschnitt der ER-Werte pro Beitrag, um eine repräsentative Engagement-Rate zu erhalten

Die manuelle Berechnung funktioniert bei einer Handvoll creators, wird aber bei einer größeren Anzahl unpraktikabel. Zudem liefert sie keinen Kontext – Sie erhalten eine Zahl ohne Vergleichswerte – und sie kann kein künstlich aufgeblähtes Engagement durch Engagement-Pods oder gekaufte Likes erkennen. Nutzen Sie sie für schnelle Stichproben, nicht für eine systematische Prüfung.

Methode 3: Media Kit des creators – nützlich als ergänzende Prüfung

Etablierte creators führen in der Regel Media Kits, die selbst gemeldete Engagement-Daten enthalten.

Wenn ein creator Ihnen sein Media Kit zur Verfügung stellt, fordern Sie Folgendes an:

•       Durchschnittliche Engagement-Rate über die letzten 30 Beiträge (nicht nur die erfolgreichsten Inhalte)

•       Screenshots der nativen Plattform-Analysen als Nachweis

•       Aufschlüsselung nach Content-Format (Reels vs. Feed-Posts vs. Stories bei Instagram)

Überprüfen Sie selbst angegebene Engagement-Raten immer mit einem Drittanbieter-Tool wie Favikon. Selbst gemeldete Daten werden oft selektiv präsentiert – creator teilen naturgemäß die Kennzahlen ihrer stärksten Phasen. Wenn das Media Kit eines creators eine Engagement-Rate von 8 % ausweist, die Favikon-Analyse der letzten 90 Tage jedoch 3,1 % ergibt, sollten Sie den Daten des Drittanbieters vertrauen.

 

6. So prüfen Sie die Engagement-Rate in Favikon V3: Schritt für Schritt

Hier ist der genaue Ablauf, um die Engagement-Rate für jeden creator über die Favikon-Plattform abzurufen:

 

1. Suchen Sie den creator in Favikon

Öffnen Sie das Influencer-Suchtool von Favikon und suchen Sie nach dem Namen, dem Handle oder einem Keyword des creators. Alternativ können Sie die Influencer-Datenbank von Favikon mit Filtern für Plattform, Nische und Follower-Größe nutzen, um creator zu finden, die zu Ihrem Briefing passen.

 

2. Öffnen Sie das Profil des creators

Klicken Sie auf die Profilkarte des creators, um die vollständige Analyseansicht zu öffnen. Die Engagement-Rate wird prominent auf der Übersichtsseite angezeigt, zusammen mit der Follower-Anzahl, der Posting-Frequenz und dem Favikon Score.

 

3. Die ER im Kontext lesen – den Quartilsrang prüfen

Betrachten Sie nicht nur den ER-Wert, sondern auch den Quartilsrang. Ein creator, der sich in seinem Tier auf der jeweiligen Plattform in den oberen 25 % befindet, erzielt gute Ergebnisse, selbst wenn der reine Prozentsatz im Vergleich zu creatorn aus anderen Tiers niedrig erscheint. Erst der Quartils-Kontext macht den Wert aussagekräftig.

 

4. Den ER-Trend prüfen

Überprüfen Sie den Engagement-Trend der letzten 30 und 90 Tage. Ein rückläufiger Trend ist ein Warnsignal, auch wenn der aktuelle Wert akzeptabel erscheint. Ein wachsender Trend ist ein positives Zeichen, selbst wenn der creator noch neu ist. Die Dynamik ist genauso wichtig wie die aktuelle Momentaufnahme.

 

5. Prüfen Sie den Authentizitäts-Score zusammen mit der ER

Favikon V3 zeigt neben der Engagement-Rate auch einen Authentizitäts-Score an. Eine hohe ER in Verbindung mit einem niedrigen Authentizitäts-Score deutet auf Engagement-Pods oder gekaufte Likes hin – die Interaktionen sind also nicht organisch. Vergleichen Sie diese beiden Kennzahlen immer miteinander. Eine vollständige Checkliste für Anzeichen von Fake-Engagement finden Sie in unserem Leitfaden zur Erkennung von Bot-Audience.

 

6. Zur ER-Aufschlüsselung pro Beitrag scrollen

Öffnen Sie den Tab „Beiträge“ und prüfen Sie die Engagement-Daten der einzelnen aktuellen Posts. Achten Sie auf Konsistenz. Wenn die ER eines creators stark schwankt – etwa von 0,3 % auf 12 % und wieder zurück –, deutet dies eher auf viralen Content als auf eine wirklich engagierte Community hin. Eine konsistente ER über verschiedene Beitragstypen hinweg ist das stärkste Qualitätsmerkmal.

 

7. Engagement-Rate als Entscheidungsgrundlage für Partnerschaften

Die Daten zur Engagement-Rate sollten direkt beeinflussen, mit welchen creatorn Sie zusammenarbeiten und wie Sie diese Partnerschaften gestalten. Hier erfahren Sie, wie verschiedene ER-Profile zu Kampagnentypen passen.

Hohe ER + kleine Audience: Perfekt für Nischenkampagnen

Ein Micro-creator mit 35.000 Followern und 6,2 % Engagement hat eine aktivere Audience als ein Macro-creator mit 800.000 Followern und 0,9 % Engagement – obwohl die reine Audience 23-mal kleiner ist. Bei Produkteinführungen in einer spezifischen Nische, B2B-Kampagnen oder allen Kampagnen, bei denen die Qualität der Aufmerksamkeit wichtiger ist als die reine Reichweite, erzielt der Micro-creator mit hoher ER in der Regel bessere Ergebnisse.

Durchschnittliche ER + große Reichweite: Ideal für Awareness-Kampagnen

Ein Macro-creator mit 650.000 Followern und 1,4 % Engagement – was für diese Größenordnung im normalen Bereich liegt – erzielt dennoch 9.100 Interaktionen pro Beitrag. Für Kampagnen bei denen es um maximale Sichtbarkeit geht (Markenbekanntheit, neue Produkteinführungen, Markteintritt), zählt die Reichweite und eine für die Kategorie angemessene ER ist ausreichend.

Niedrige ER für die Kategorie: Ein Warnsignal, das geprüft werden sollte

Ein Micro-creator (50.000 Follower) mit 0,6 % Engagement liegt deutlich unter dem Richtwert von 2–3 % für diese Größe. Bevor Sie eine Zusammenarbeit ausschließen, prüfen Sie Folgendes:

•       Hat sich der Content in letzter Zeit verändert? Nischenwechsel führen oft zu vorübergehenden ER-Einbrüchen, bis sich das Publikum angepasst hat.

•       Ist die niedrige ER bei allen Beitragsarten konstant oder nur bei bestimmten Formaten?

•       Meldet der Authentizitäts-Score von Favikon verdächtige Interaktionsmuster?

•       Gab es in den letzten 6 Monaten einen sprunghaften Anstieg, der möglicherweise ein weniger aktives Publikum angezogen hat?

Eine niedrige ER ist nicht immer ein Ausschlusskriterium, erfordert aber eine Erklärung, bevor eine Partnerschaft eingegangen wird. Im Zweifelsfall sollten Sie die demografischen Daten der Zielgruppe hinzuziehen – ein authentisches Publikum, das lediglich weniger aktiv interagiert, kann für das richtige Produkt dennoch gut konvertieren.

 

🎯 Schnelle Zuordnung von ER zu Kampagnenzielen

8. Häufige Fehler bei der Bewertung der Engagement-Rate

•       Berechnung der Engagement-Rate (ER) anhand eines einzelnen Beitrags. Ein einzelner Beitrag kann ein viraler Ausreißer oder ein ungewöhnlich schwacher Beitrag sein. Bilden Sie für einen repräsentativen Wert immer den Durchschnitt aus 10–20 aktuellen Beiträgen.

•       Vergleich der ER über verschiedene Stufen hinweg. Ein Mega-Influencer mit 0,8 % erzielt keine schlechte Leistung. Ein Nano-creator mit 0,8 % hat hingegen ein ernsthaftes Problem. Vergleichen Sie immer innerhalb derselben Follower-Größenordnung.

•       Vergleich der ER über verschiedene Plattformen hinweg. Eine ER von 3 % auf YouTube ist stark. Eine ER von 3 % auf TikTok liegt für jede Größenordnung unter dem Durchschnitt. Die Basiswerte der Plattformen unterscheiden sich erheblich – vergleichen Sie Plattformen nur innerhalb desselben creators.

•       Ignorieren des Authentizitäts-Scores neben der ER. Hohes Engagement durch Bots, Engagement-Pods oder gekaufte Likes führt nicht zu Kampagnenergebnissen. Überprüfen Sie die ER immer zusammen mit den Authentizitätssignalen in Favikon V3.

•       Akzeptieren von selbst gemeldeten Media-Kit-Daten ohne Überprüfung. Creators wählen für ihre Media-Kits ihre besten Kennzahlen aus. Überprüfen Sie diese anhand der unabhängigen Analyse von Favikon, die den Durchschnitt aller aktuellen Inhalte bildet – nicht nur die Highlights.

•       Die ER als einzige Kennzahl betrachten. Die Engagement-Rate gibt Aufschluss über die Aktivität des Publikums. Sie sagt jedoch nichts über die Zusammensetzung des Publikums, die Kaufkraft, die geografische Relevanz oder die Passgenauigkeit zwischen Inhalt und Marke aus. Nutzen Sie sie als primären Filter, aber führen Sie immer eine Analyse der Zielgruppendemografie durch.

 

Fazit

Die Engagement-Rate ist der zuverlässigste Frühindikator dafür, ob die Zielgruppe eines creators auf Ihre Kampagne reagieren wird – allerdings nur, wenn sie im richtigen Kontext betrachtet wird. Der richtige Kontext bedeutet: die korrekte Plattformformel, der Vergleich innerhalb der passenden creator-Kategorie, die Überprüfung anhand von Authentizitätssignalen und die Interpretation im Hinblick auf Ihre spezifischen Kampagnenziele.

Der schnellste Weg, all diese Kontextinformationen an einem Ort zu erhalten, ist das Influencer-Analytics-Dashboard von Favikon. Es liefert Engagement-Rate, Quartils-Ranking, Trenddaten und Authentizitäts-Scores für jeden creator auf allen wichtigen Plattformen – ganz ohne manuelle Berechnungen. Nutzen Sie die Benchmark-Tabelle in Abschnitt 4, um Ihre Ergebnisse einzuordnen, und verwenden Sie den Schritt-für-Schritt-Workflow in Abschnitt 6, um die Überprüfung der Engagement-Rate fest in Ihren Standardprozess zur Prüfung von creatorn zu integrieren.

 

 

FAQ: Berechnung der Engagement-Rate

Wie lautet die Formel für die Engagement-Rate?

Die Standardformel lautet: ER = (Gesamt-Engagements ÷ Gesamtzahl der Follower) × 100. Die Gesamt-Engagements umfassen alle plattformspezifischen Interaktionen – Likes, Kommentare, Shares und Saves auf Instagram; Likes, Kommentare und Shares auf TikTok; Likes, Kommentare und Shares auf YouTube sowie Reaktionen, Kommentare und Shares auf LinkedIn und X. Berechnen Sie dies für 10–20 aktuelle Beiträge und bilden Sie den Durchschnitt, um einen repräsentativen Wert zu erhalten.

Was ist eine gute Engagement-Rate für einen Influencer?

Das hängt von der Kategorie des creators und der Plattform ab. Für einen Micro-Influencer auf Instagram sind 2–3 % ein starker Wert. Für einen Nano-creator auf TikTok sind 8 %+ erreichbar. Für einen Macro-creator auf YouTube sind 2 % solide. Entscheidend ist immer der Vergleich innerhalb derselben Kategorie und Plattform – Vergleiche über verschiedene Kategorien und Plattformen hinweg führen zu irreführenden Ergebnissen. Eine vollständige Aufschlüsselung finden Sie im Engagement Rate Benchmark Report von Favikon sowie in der Benchmark-Tabelle in diesem Leitfaden.

Wie berechne ich die Engagement-Rate manuell?

Addieren Sie für jeden Beitrag alle Interaktionen (Likes + Kommentare + Shares + Saves), teilen Sie das Ergebnis durch die Followerzahl und multiplizieren Sie es mit 100. Wiederholen Sie dies für 10–20 aktuelle Beiträge und bilden Sie anschließend den Durchschnitt. Um ein möglichst genaues Bild zu erhalten, sollten Sie offensichtliche virale Ausreißer ignorieren und eher den Bereich als nur den Mittelwert betrachten – eine hohe Varianz der ER pro Beitrag ist für sich genommen bereits ein beachtenswertes Signal.

Garantiert eine hohe Engagement-Rate gute Kampagnenergebnisse?

Nein – die Engagement-Rate ist ein notwendiges, aber kein hinreichendes Signal. Ein hohes Engagement bei der falschen Zielgruppendemografie, in der falschen Region oder für die falsche Produktkategorie führt dennoch nicht zu Conversions. Nutzen Sie die Engagement-Rate als ersten Filter und validieren Sie die Ergebnisse anschließend durch eine Analyse der Zielgruppendemografie, Signale zur Markenaffinität und eine Bewertung der Passung zwischen Content und Marke bevor Sie eine Entscheidung über eine Partnerschaft treffen.

Kann die Engagement-Rate gefälscht werden?

Ja – durch Engagement-Pods (Gruppen von creatorn, die sich gegenseitig beim Liken und Kommentieren ihrer Inhalte unterstützen), gekaufte Likes und Bot-Aktivitäten. Eine hohe ER in Kombination mit einem niedrigen Authentizitäts-Score in Favikon V3 ist das deutlichste Anzeichen für künstlich aufgeblähtes Engagement. Eine detaillierte Übersicht zu Anzeichen für gefälschtes Engagement finden Sie in unserem Leitfaden zur Erkennung von Bot-Audience und Fake-Followern.

Wie überprüfe ich die Engagement-Rate eines creators ohne manuelle Berechnung?

Nutzen Sie die Influencer-Analytics-Plattform von Favikon, die die Engagement-Rate für jeden creator auf Instagram, TikTok, YouTube, LinkedIn und X automatisch anzeigt – zusammen mit Quartils-Rankings, Trenddaten und Authentizitäts-Scores. Die Favikon Chrome-Erweiterung zeigt diese Daten direkt auf dem Social-Media-Profil des jeweiligen creators an, ohne dass Sie das Dashboard öffnen müssen.

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Sarthak Ahuja

Sarthak Ahuja is a marketing enthusiast currently contributing to digital marketing strategies at Favikon. An alumnus of ESCP Paris with over 2 years of professional experience, he has held multiple marketing roles across industries. Sarthak's work has been published in journals and websites. He loves to read and write about topics concerning sustainability, business, and marketing. You can find him on LinkedIn and Instagram.